Problematik

In Uganda lebt rund ein Viertel der Bevölkerung von weniger als 2 US Dollar pro Tag und somit unterhalb der Armutsgrenze.

Frauen trifft diese Armut besonders stark, denn ein Paket Hygienebinden kostet fast 1 US Dollar. Um sich während der Periode zu schützen nutzten sie daher alte Kleidung, Bananenblätter oder sogar Erde. Aus Scham und Unwissenheit gehen viele Mädchen mit dem Einsetzen ihrer Periode nicht mehr zur Schule und Frauen ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück. Dass Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern keinen bezahlbaren Zugang zu Hygieneartikel während ihr Periode haben, ist ein Problem, das weit über die Grenzen Ugandas hinaus besteht.

In Zusammenarbeit mit unserer Partnerin vor Ort, Nalubaale Rosegrace, haben wir zu Beginn des Projektes eine Marktforschung unter den Mädchen in Mityana durchgeführt. 55% der Mädchen gaben an, die Schule aufgrund ihrer Periode zu verpassen.

 

Ansatz

Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe.

Frauen vor Ort werden zu Unternehmerinnen ausgebildet, indem sie lernen wiederverwendbare Binden zu produzieren, zu verkaufen und ein eigenes Unternehmen zu führen. Die Binden werden zu einem bezahlbaren Preis verkauft, sodass die Mädchen die Möglichkeit haben trotz ihrer Periode zur Schule zu gehen.

Vertrieben werden die Binden in Schulen, Gemeindezentren oder Einrichtungen für Frauen. Dabei findet ein direkter Kontakt zwischen den Unternehmerinnen und den Käuferinnen statt. So kann sichergestellt werden, dass der Gewinn direkt an die Unternehmerinnen geht. Außerdem findet die Verbreitung von Nachrichten und Neuigkeiten ausschließlich über Mund zu Mund Propaganda statt, der direkte Kundenkontakt ist somit optimal, um Reichweite gewinnt. Durch die Eigenständigkeit der Unternehmerinnen in Herstellung und Vertrieb wird die Selbstständigkeit des Projekts und der Frauen gewährleistet.

 

Umsetzung

Die ersten Unternehmerinnen sind Millie und Phionah. Sie trafen wir auf unserer Reise im März 2018 nach Uganda. Die beiden wollen ihre Familie finanziell unterstützen und begannen so schnell wie möglich mit der Produktion. Wir haben den beiden einen Nähkurs für Nähmaschinen finanziert, um die Produktivität zu steigern. Materialien können die Frauen auf dem lokalen Markt erwerben.

Zusätzlich haben wir während unseres Aufenthalts mehrere Schulen besucht, um Aufklärungskurse zu geben. Dadurch würden die Jugendlichen für das Thema sensibilisiert und wir konnten ihnen gleichzeitig von der Binde erzählen

 

 

 

Vision

Wir möchten, dass jedes Mädchen und jede Frau ihr Leben uneingeschränkt durch ihre Periode leben kann!

Unser Projekt bekämpft die Armut von Frauen in Uganda. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen bekommen Frauen die Möglichkeit ihr Einkommen selbstständig zu sichern und ihren eigenen und den Lebensstandard ihrer Familien zu erhöhen. Mädchen bekommen die Chance ihren Schulabschluss zu machen und es ist ein wichtiger Schritt für die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen in Bildung und Beruf.

 

 

 

 

Projektfinanzierung

Bisher hat sich unser Projekt „Natural Woman“ vollständig aus Spenden finanziert, welche wir durch online-crowdfunding gesammelt haben. Grundsätzlich gestalten sich unsere Kosten relativ gering, weshalb die Spendenfinanzierung vorerst noch ausreichen wird.

Von den bisherigen Spenden haben wir grundsätzlich nur projektbezogene Kosten beglichen.
Um Ihnen einen Überblick über unsere Finanzierung zu geben, führen wir im Folgenden die Verwendung der bisher gesammelten Spenden auf:

Um Milly und Phionah den Start der Produktion und des Verkaufs der Binden zu ermöglichen, haben wir für sie die benötigten Stoffe, Nadeln und Faden gekauft. Damit auch ihre Finanzen geordnet bleiben, haben wir ihnen Quittungsbücher gekauft und eine einfache Buchführung beigebracht.

Während unseres Aufenthalt in Uganda haben wir mehrere Schulen besucht, um an diesen Aufklärungsunterricht zu geben und Werbung für unser Produkt zu machen. Die Fahrtkosten zu diesen Schulen wurden auch mit den Spendengeldern bezahlt.

Da wir für mehr als zwei Wochen bei einer Gastfamilie untergebracht waren, haben wir für sie Gastgeschenke aus Deutschland mitgebracht. Unsere Gastmutter ist Schulleiterin des Mamre Institutes in Buyambi, einer Schule für handwerkliche Ausbildungen. Es war uns ein Anliegen Elektrizität im Mamre Institut installieren zu lasssen, sodass sie nun unabhängig von den Lichtverhältnissen Unterricht halten können, was bisher nicht möglich war.

Unsere Kosten beschränken sich natürlich nicht nur auf Uganda. Auch hier in Deutschland haben wir uns um entsprechende Werbematerialien gekümmert, um die Reichweite unseres Projekts zu erhöhen.
Des Weiteren haben wir diverse Stoffe gekauft aus denen die Binden hergestellt werden könnten, um diese zu vergleichen und auf ihre Qualität zu testen.

Diese Aufzählung bietet einen groben Überblick über die bisherige Finanzierung, aber auch in in Zukunft sind verschieden Anschaffungen und Erweiterungen geplant, für die wir Ihre Unterstützung benötigen.